Rechtssuchende mit geringem Einkommen

Damit auch Rechtssuchende mit geringem Einkommen die Möglichkeit haben, ihre rechtlichen Ansprüche durchzusetzen, bestehen die Möglichkeiten von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe.

a. Beratungshilfe


Beratungshilfe kann bei jedem Amtsgericht unter Vorlage von Einkommensnachweisen und Angabe des Rechtsproblems beantragt werden. Wird ein gewisses Einkommen nicht erreicht, wird sie gewährt.


Mit dem Beratungshilfeschein, den man dort erhält, kann man zu einem Anwalt seiner Wahl gehen und ihn um Beratung in dieser Problematik bitten. Der Anwalt erhält für die Beratung den Beratungsschein zzgl. eines Eigenbeitrages des Rechtssuchenden i.H.v. 10 €.

Die Beratung muss nicht in einem Gespräch abgeschlossen werden, sondern kann sich auch über mehrere Gespräche hinziehen, solange es noch immer um dieselbe Problematik handelt, für die er erteilt wurde.

b. Prozesskostenhilfe

Prozesskostenhilfe wird grundsätzlich unter den gleichen Voraussetzungen wie ein Beratungsschein erteilt und gilt für die Kosten bei Führung eines Prozesses.

Lässt man sich anwaltlich vertreten (empfohlen), ist es das Einfachste mit seinem Problem zu Anwalt zu gehen und ihm die Vermögenslage zu erklären. Dieser kann Ihnen i.R. die notwendigen Formulare zum Ausfüllen geben. Der Anwalt selbst stellt danach für Sie den Prozesskostenhilfeantrag bei Gericht und kümmert sich um den Rest.

Ist dieser Antrag erfolglos, kann dies zu einer geringen Gebühr beim Anwalt führen, die sie dann selbst entrichten müssen.

Ist er erfolgreich, übernimmt die Staatskasse die eigenen Anwalts- und die Gerichtsgebühren.

Zu den Einzelheiten werden Sie, wenn es soweit ist, detailliert in der Kanzlei beraten.